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Glück

  • Autorenbild: Astrid Sommer
    Astrid Sommer
  • vor 7 Minuten
  • 1 Min. Lesezeit

Gestern ist es mir begegnet, das Glück, plötzlich war es da.

Es hat mich gepackt, ganz freundlich, kam unerwartet, ohne Ankündigung.

Du wirst mich fragen, wie es sein kann, genau jetzt. Wo doch alles anders schien, als meine Welt auseinanderzubrechen drohte.

Wo ich im feuchten Nebeldunst bergaufwärts ging, stehenblieb, frierend, der Kälte trotzend, Schritt für Schritt . Dann drehte ich mich um und unsere Blicke trafen sich, messerscharf bis ins tiefste Innere. Stillschweigendes Einvernehmen, wissend, tiefgründig. Da hat es mich getroffen, das Glück.

Ein kurzer Augenblick, in dem ich Dich sah, in dem Du mich erkannt hast. Der eisige Wind dabei in meinem Gesicht.

Und das Glück hat mich durchdrungen, ohne Worte. Weil Du mich sahst, mir Deine Hand gereicht hast, damit ich nicht falle. Und wir uns verstehen, dort, wo wir sind. Das ist mein Glück, meine Zuversicht. Dein Verstehen, um mich, ohne Worte, wiederholt. Das, was ich nie aussprach.

Was ich in Deinen Augen lese, das ist mein Glück.

Still und leise. Ich weiß um Dich. Du weißt um mich.

Ich kann es noch spüren, das Glück.

Dieser kleine Moment.

Als meine Welt drohte, auseinanderzubrechen.

In der Stille. Wortlos.

Das ist der Sinn des Glücks, unscheinbar und leise zu sein.

Unangetastet, nicht aufgehalten oder heraufbeschwört.

Einvernehmlich.

Und dann, zugelassen zu sein. Nicht festgehalten zu werden.

Erkennen, dass es ist. Das Glück.

Genau jetzt. In diesem Moment.

Da stand es da, hat mich durchdrungen. Und ich habe verstanden, ich kann es nicht halten.

Jeder Moment ist vergänglich.


 
 
 

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